Die Geschichte von Florenz: Von den Anfängen bis heute
Florenz begeistert mit weltberühmter Kunst, beeindruckender Architektur und italienischem Lebensgefühl. Entdecke den majestätischen Dom Santa Maria del Fiore, flaniere durch malerische Gassen und genieße regionale Spezialitäten in gemütlichen Trattorien. Erlebe Renaissance pur im Herzen der Toskana – Florenz wartet darauf, dich zu verzaubern.Hinweis: Artikel können Affiliate-Links (*) enthalten.
Die ältesten Straßen von Florenz liegen nicht im Museum – sie liegen unter deinen Füßen. Stell dir vor, du läufst durch Florenz, den Blick auf den Dom gerichtet, die Kamera gezückt – und unter deinem Schuhwerk liegt ein 2000 Jahre altes Straßennetz, das die Römer angelegt haben. Klingt nach Indiana Jones? Ist aber Alltag in Florenz. Etwa 35 Prozent des Untergrunds der Stadt beherbergen antike Ruinen. Du siehst sie nur nicht, weil die Renaissance alles überbaut hat. Wenn du die ganze Geschichte der Stadt von den Etruskern bis heute nachlesen willst, haben wir dazu einen ausführlichen Artikel: Die Geschichte von Florenz: Von den Anfängen bis heute. Und wer tiefer in die vorrömische Zeit eintauchen möchte, findet hier spannende Ziele: Etruskische Geheimnisse: Reisen zu antiken etruskischen Ausgrabungsstätten.
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| Die Römer bauten ihre Städte nach einem festen Schema |
| Straße | Bedeutung | Highlight | Stadtteil |
|---|---|---|---|
| Via de' Bardi | Älteste Straße im Oltrarno | Via Cassia Vetus, Bardi-Paläste | Oltrarno |
| Via Roma / Via Calimala | Cardo maximus | Römische Nord-Süd-Achse | Centro Storico |
| Via del Corso | Decumanus maximus | Römische Ost-West-Achse | Centro Storico |
| Via dei Calzaiuoli | Verbindung Dom ↔ Signoria | Orsanmichele, Zunftstatuen | Centro Storico |
| Via Torta | Amphitheater-Rand | Krumme Form, röm. Theater | Santa Croce |
| Borgo Santi Apostoli | Vorstadt der Römerzeit | Kirche Santi Apostoli | Centro Storico |
| Via San Gallo | Cardo nach Norden | Röm. Straße nach Bologna | San Marco |
| Via Por Santa Maria | Cardo-Verlängerung | Fehde der Buondelmonti | Centro Storico |
Florenz wurde 59 v. Chr. als Florentia gegründet – der Legende nach von Veteranen Julius Cäsars. Die Römer bauten ihre Städte nach einem festen Schema: ein Castrum, ein Militärlager mit zwei Hauptachsen. Der Cardo verlief Nord-Süd, der Decumanus Ost-West. Am Schnittpunkt lag das Forum – das Herz der Stadt. Die gesamte Vorgeschichte dieser Gründung – von den Etruskern in Fiesole bis zur römischen Militärkolonie – liest du in unserem Artikel Die Geschichte von Florenz: Von den Anfängen bis heute.
Und genau dieses Muster kannst du heute noch erkennen. Die Via Roma und die Via Calimala folgen exakt dem alten Cardo. Die Via del Corso, die Via degli Speziali und die Via degli Strozzi bilden den Decumanus. Wo sich diese Achsen kreuzen, steht heute die Piazza della Repubblica – das war das römische Forum. Die Colonna dell'Abbondanza markiert den „Nabel der Stadt", genau dort, wo einst der Kapitoltempel stand.
Wenn du also über die Piazza della Repubblica läufst, stehst du auf dem antiken Marktplatz. Ohne es zu wissen. Mehr zur römischen Geschichte von Florenz findest du bei den Musei Civici Fiorentini.
Die Via Roma und die Via Calimala sind die beiden Straßen, die den römischen Cardo maximus bilden – die Nord-Süd-Achse des antiken Florentia. Die Via Roma verläuft vom Baptisterium zur Piazza della Repubblica, die Via Calimala setzt sie südlich davon fort.
Der Name Calimala ist ein kleines Rätsel. Eine Theorie besagt, er komme von Callis malus – „schlechte Straße". Eine andere von Callis maius – „große Straße". Die Florentiner haben sich für die schmeichelhaftere Variante entschieden. Klar. Im Mittelalter war die Via Calimala das Zentrum der Arte di Calimala, der mächtigsten Zunft der Stadt. Diese Kaufleute kauften grobe Wollstoffe aus England, Frankreich und Flandern, veredelten sie in Florenz und verkauften sie mit fettem Gewinn über die Alpen zurück.
Die Via del Corso ist der östliche Teil des römischen Decumanus maximus – also der Hauptachse, die das antike Florentia von Ost nach West durchzog. Zusammen mit der Via degli Speziali und der Via degli Strozzi bildet sie das, was die Römer einst als Decumanus anlegten.
Der Name Corso kommt übrigens nicht von Pferderennen, sondern von der Familie Albizzi – Corso degli Albizzi hieß die Straße im Mittelalter, benannt nach der mächtigen Adelsfamilie, die hier ihre Machtbasis hatte.
Heute ist die Via del Corso eine schmale, mittelalterliche Gasse, gesäumt von Türmen und Palästen. Die Torre dei Donati steht noch, die Torre dei Ricci, die Torre dei Ghiberti. Und mittendrin die Kirche Santa Maria de' Ricci, versteckt in einer Seitenstraße. Wenn du genau hinschaust, siehst du, wie die Jahrhunderte übereinanderliegen: römische Linienführung, mittelalterliche Türme, Renaissancepaläste.
Die Via dei Calzaiuoli verbindet den Domplatz mit der Piazza della Signoria. Sie ist etwa 400 Meter lang, völlig autofrei und eine der elegantesten Straßen von Florenz. Der Name kommt von den Calzaiuoli – den Strumpfmachern, die hier im Mittelalter ihre Werkstätten hatten.
Bis zum 15. Jahrhundert war die Straße in verschiedene Abschnitte unterteilt, die nach den dort ausgeübten Handwerken oder den ansässigen Adelsfamilien benannt waren: Via dei Cacioli (Käseverkäufer), Corso dei Pittori (Maler) und Via de' Bonaguisi. Hier befanden sich die Werkstätten von Künstlern wie Donatello und Michelozzo.
Das Herzstück der Straße ist die Kirche Orsanmichele. Ursprünglich stand hier ein Nonnenkloster mit einem großen Gemüsegarten – orto –, daher der Name San Michele in Orto. Die Statuen in den Nischen der Fassade zeigen die Schutzpatrone der florentinischen Zünfte, geschaffen von Donatello, Verrocchio, Ghiberti und anderen. Heute ist die Via dei Calzaiuoli eine Flaniermeile mit eleganten Geschäften – aber unter dem Pflaster verlaufen noch immer die alten römischen Linien. Wer wissen will, wie Florenz heute mit digitalen Mitteln seine Museen, Archive und Stadtplanung neu denkt – inklusive QR-Codes neben Botticelli und digitalisierten Archiven –, dem sei unser Artikel Florenz: Wie Museen, Archive und Stadtplanung sich im digitalen Zeitalter neu definieren ans Herz gelegt.
Die Via Vacchereccia verbindet die Piazza della Signoria mit der Via Por Santa Maria – eine kurze, leicht abschüssige Gasse, die kaum jemand beachtet. Dabei ist sie ein kleines Juwel für jeden Römer-Fan: Bei Bauarbeiten kam hier ein Abschnitt des Cardo maximus der römischen Stadt zum Vorschein, gepflastert mit Sandsteinplatten in opus incertum.
In römischer Zeit lag die Straße knapp innerhalb der ersten Stadtmauer und führte zum Ponte Vecchio. Heute ist sie eine normale Durchgangsstraße – aber wenn du weißt, dass unter deinen Füßen Original-Römer-Pflaster liegt, fühlt sich der Weg gleich anders an.
Der Name der Via delle Terme ist Programm: Hier standen die antiken Thermen der römischen Florentia. Die Straße verläuft zwischen der Via Por Santa Maria und der Piazza Santa Trinita, und archäologische Funde haben bestätigt, dass sich entlang dieser Route die öffentlichen Bäder der Römer befanden. Das Wasser kam über ein ausgeklügeltes Leitungssystem vom Monte Morello.
Heute erinnert nur noch der Straßenname an die dampfenden Bäder. Aber die Torre dei Buondelmonti aus dem 13. Jahrhundert steht noch an der Straße – ein mittelalterlicher Turm auf römischem Fundament.
Manchmal verrät die Form einer Straße mehr als ihr Name. Die Via Torta – „krumme Straße" – ist deshalb krumm, weil sie dem Profil des antiken römischen Amphitheaters folgt. Das Theater wurde zwischen 124 und 130 n. Chr. erbaut und bot Platz für bis zu 20.000 Zuschauer. Heute siehst du nur noch die geschwungenen Mauern einiger Gebäude und die ovale Straßenführung. Die Via Torta, die Via dei Bentaccordi und die Piazza dei Peruzzi zeichnen den Grundriss des Amphitheaters nach. Wenn du weißt, wonach du suchst, kannst du die Konturen im Stadtplan erkennen.
Der Borgo dei Greci verläuft von der Piazza Santa Croce zur Piazza San Firenze und war im Mittelalter die Straße, die durch die Porta della Pera aus der römischen Stadtmauer führte – benannt nach der Familie Peruzzi, die diesen Teil der Stadt beherrschte. Die Häuser der Peruzzi wurden direkt auf dem Gelände des antiken Amphitheaters errichtet. Heute ist der Borgo eine belebte Gasse im Santa Croce-Viertel – und ein weiterer Ort, an dem du auf römischen Fundamenten läufst, ohne es zu merken.
Die Via del Proconsolo folgt dem östlichen Verlauf der ersten römischen Stadtmauer. Der Grundriss zweier antiker römischer Türme ist noch heute im Straßenverlauf und in den Ausgrabungen unter dem Gebäude an der Ecke zur Via Dante Alighieri zu sehen. Sogar auf dem Asphalt ist die Stelle markiert, an der die römische Mauer verlief – direkt vor dem Bargello.
Die Straße ist heute eine der verkehrsreichsten im Zentrum, gesäumt von Bargello, Badia Fiorentina und Palazzo Nonfinito. Aber unter dem Pflaster liegt die Ostmauer von Florentia.
Die Via Tornabuoni ist heute die eleganteste Einkaufsstraße von Florenz – Gucci, Ferragamo, Armani, Prada. Aber bevor hier Luxusmarken ihre Schaufenster aufpolierten, war sie die westliche Begrenzung der römischen Stadtmauer.
Die rechteckige römische Mauer folgte im Westen in etwa der Via Tornabuoni, im Osten der Via del Proconsolo, im Norden der Via dei Cerretani und im Süden dem Lauf des Arno. In der Nähe des heutigen Palazzo Strozzi stand das Stadttor Brancazio. Wenn du also heute mit deiner Gucci-Tasche über die Via Tornabuoni schlenderst, läufst du auf der Linie, an der einst die Römer ihre Stadtmauer hochzogen.
Die Via San Gallo war die Verlängerung des römischen Cardo nach Norden – die Straße, die vom Zentrum von Florentia aus in Richtung Futa-Pass und weiter nach Bologna führte. Zusammen mit der heutigen Via de' Ginori bildete sie die Nord-Süd-Achse, die das römische Straßennetz mit dem Norden Italiens verband.
Heute ist die Via San Gallo eine normale Stadtstraße, aber die Linienführung ist noch immer römisch. Und wenn du an der Porta San Gallo stehst, blickst du durch eines der alten Stadttore, das um 1285 erbaut wurde – auf römischen Fundamenten.
Südlich des Arno, im Viertel Oltrarno, liegt die Via de' Bardi – für viele die älteste Straße von Florenz überhaupt. Sie folgt dem Verlauf der antiken Via Cassia Vetus, die den Arno bei der Ponte Vecchio überquerte.
Im Mittelalter hieß sie Borgo Pidiglioso – „Lauseloch". Klingt nicht nach einer Adresse, die man angeben möchte. Erst als die mächtige Bankiersfamilie der Bardi hier ihre Paläste baute, änderte sich das Image. Die Bardi waren so reich, dass sie Königen Geld liehen. Als Edward III. von England seine Schulden nicht zurückzahlte, ging die Bank pleite – ein mittelalterlicher Finanzcrash, der ganz Florenz erschütterte.
Heute ist die Straße ruhiger geworden. Renaissancepaläste, Blicke auf den Arno, der Bardini-Garten in der Nähe. Ein Ort, an dem du vergisst, dass ein paar hundert Meter weiter Touristenmassen den Dom umlagern.
Der Borgo Santi Apostoli ist eine der ältesten Straßen von Florenz – aber nicht, weil sie römisch ist, sondern weil sie eine römische Straße fortsetzt. Im antiken Florentia lag sie außerhalb der Stadtmauern und wurde erst in karolingischer Zeit in die Stadt einbezogen. Der Name kommt von der Kirche Santi Apostoli, einer romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert, die zu den ältesten der Stadt gehört.
Die Straße verläuft parallel zum Arno und war im Mittelalter ein belebter Außenbezirk – ein borgo eben, eine Vorstadt. Die Kirche Santi Apostoli ist berühmt für ihre grünen Marmorsäulen aus Prato und einen Dachstuhl aus dem Jahr 1333. Heute ist der Borgo eine ruhige Gasse mit Blick auf den Arno – ein Ort, an dem du vergisst, dass du mitten in Florenz bist.
Die Via Ghibellina wurde 1261 eröffnet – und zwar von Guido Novello dei Conti Guidi, dem Statthalter von Manfred, König von Neapel und Sizilien. Der Name Ghibellina verweist auf die Ghibellinen, die kaiserliche Partei im mittelalterlichen Machtkampf gegen die papsttreuen Guelfen. Guido Novello war ein Ghibelline, und die Straße war seine Visitenkarte.
Die Straße verläuft vom Bargello in Richtung Osten, vorbei an der Casa Buonarroti, dem ehemaligen Wohnhaus von Michelangelo. Der große Künstler kaufte das Grundstück 1508 und ließ es später von seinem Neffen zu einem Museum umbauen. Heute beherbergt die Casa Buonarroti frühe Werke Michelangelos, darunter zwei Reliefs aus der Zeit des Medici-Gartens von San Marco. Die Via Ghibellina ist also nicht nur eine Straße – sie ist ein Geschichtsbuch, in dem du blättern kannst, während du läufst.
Doch die Ghibellinen waren nur eine Episode. Die Familie, die Florenz über Jahrhunderte prägte, waren die Medici – Bankiers, Päpste, Mäzene. Wie sie von einer Bankiersfamilie zur de-facto-Herrscherdynastie aufstiegen, welche Kunstwerke sie in Auftrag gaben und warum ihr Mythos bis heute nachhallt, liest du in unserem Artikel Die Medici: Macht, Mäzenatentum und Mythos.
Der Name Via della Vigna Vecchia – „Straße des alten Weinbergs" – stammt von den Weinbergen der Mönche der Badia Fiorentina. Die Straße hieß früher Via della Giustizia – „Straße der Gerechtigkeit" –, weil hier der Palazzo del Bargello stand, der Sitz des Capitano di Giustizia, des obersten Richters von Florenz.
Heute ist die Via della Vigna Vecchia eine ruhige Gasse im Herzen von Florenz, nur wenige Schritte von der Piazza della Signoria entfernt. Sie gehört zu den ersten Adressen der Stadt – nicht wegen der Aussicht, sondern wegen der Geschichte, die in ihren Mauern steckt.
Die Via Por Santa Maria ist eine der ältesten Straßen der Stadt und war die Verlängerung des Cardo außerhalb der ersten Stadtmauer. Im Mittelalter standen hier die Türme der mächtigsten Familien – Amidei, Gherardini, Buondelmonti. Und genau hier begann eine der berühmtesten Fehden der Florentiner Geschichte: Die Ermordung von Buondelmonte de' Buondelmonti löste einen blutigen Familienkrieg aus, der die Stadt jahrzehntelang in Atem hielt.
Die Straße wurde 1944 bei Bombenangriffen schwer beschädigt und danach komplett neu aufgebaut. Von den mittelalterlichen Türmen ist nichts mehr übrig. Aber die Linienführung ist immer noch römisch.
Die Viale dei Colli ist keine alte Straße – sie wurde erst zwischen 1865 und 1871 angelegt, als Florenz kurzzeitig Hauptstadt Italiens war. Der Architekt Giuseppe Poggi entwarf sie als acht Kilometer lange Aussichtsstraße, die von der Porta Romana zum Ponte San Niccolò führt. Höhepunkt und Zentrum ist der Piazzale Michelangelo, von dem aus du den besten Blick über Florenz hast.
Poggi gestaltete die Straße bewusst mit „malerischen Effekten", wie er in seinem Bericht über die Stadterweiterung schrieb. Die Rampe zur Kirche San Miniato und zum Cimitero delle Porte Sante wurde so angelegt, dass die Aussicht immer wieder überraschend aufblitzt. Die Viale dei Colli ist also keine römische Straße – aber sie ist die Straße, von der aus du die römischen Linien von Florenz am besten erkennen kannst.
Welche ist die älteste Straße von Florenz?
Die Via de' Bardi im Oltrarno gilt als eine der ältesten Straßen von Florenz. Sie folgt dem Verlauf der antiken Via Cassia Vetus und war bereits in römischer Zeit eine wichtige Verkehrsachse.
Sind die römischen Straßen in Florenz noch sichtbar?
Ja, teilweise. Die römischen Hauptachsen (Cardo und Decumanus) sind im heutigen Straßennetz noch erkennbar. Die Via Roma, Via Calimala und Via del Corso folgen exakt dem antiken Verlauf. Bei Bauarbeiten kamen zudem immer wieder Original-Römer-Pflastersteine zum Vorschein, etwa in der Via Vacchereccia.
Wo war das römische Forum von Florenz?
Das römische Forum lag am Schnittpunkt von Cardo und Decumanus – genau dort, wo heute die Piazza della Repubblica ist. Die Colonna dell'Abbondanza markiert den einstigen Standort des Kapitoltempels.
Welche Straße in Florenz folgt dem römischen Amphitheater?
Die Via Torta und die Via dei Bentaccordi folgen dem ovalen Grundriss des antiken römischen Amphitheaters, das zwischen 124 und 130 n. Chr. erbaut wurde und bis zu 20.000 Zuschauern Platz bot.
Wie viele römische Ruinen liegen unter Florenz?
Schätzungsweise 35 Prozent des Untergrunds der Florentiner Altstadt beherbergen antike römische Ruinen. Die meisten sind überbaut und nicht öffentlich zugänglich.
Die ältesten Straßen von Florenz sind keine Museen. Sie sind lebendige Achsen, auf denen du heute noch läufst, kaufst, isst und dich verirrst. Der Unterschied zwischen einem Touristen und jemandem, der die Stadt wirklich versteht, ist oft nur der Blick nach unten – auf das Pflaster, das seit 2000 Jahren dieselbe Richtung vorgibt.
Wenn du das nächste Mal über die Piazza della Repubblica läufst, denk daran: Du stehst auf dem Forum von Florentia. Die Römer waren zuerst da. Die Renaissance war nur die spektakulärste Renovierung.
Quellen: Comune di Firenze, Musei Civici Fiorentini, UNESCO Welterbezentrum
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